Der Heimatverein Bödingen stellt sich vor.
 

Chronik - 01.06.2012:
Denkmäler in Oberauel

Neue Folge der Reihe "Unsere Denkmäler"

Der Heimatverein Bödingen stellt in seiner Reihe "Unsere Denkmäler im Bild" diesmal drei Denkmäler in Oberauel vor.

 

1. Denkmal: Kapelle St. Antonius von Padua

Die Kapelle St. Antonius von Padua (auch Dreifaltigkeitskapelle genannt) wurde 1735 errichtet. Es handelt sich um eine modern verputzte Bruchsteinkapelle mit Türgewänden aus kräftigen Eichenbalken. Der darüberliegende Türsturz ist mit der Jahreszahl 1735, 10. Mai datiert.
Kapelle St. Antonius von Padua.
Kapelle St. Antonius von Padua.
Das Gebäude ist mit einer halbrunden Apsis versehen, je zwei Rechteckfenster befinden sich an den Seiten. Das verschieferte Glockentürmchen ist mit einem Hahn bekrönt. Im Inneren ist der obere Abschluss zum Dach als flache Tonne mit profilierter Kehle ausgebildet. In der Apsis befindet sich ein barocker Holzaltar mit breiter Altarmensa, Retabel mit plastischer Darstellung des Gnadenstuhls in der Mitte (Gott mit Gekreuzigtem und Taube).
Der barocke Holzaltar.
Der barocke Holzaltar.
Dieser wird flankiert von kleinen Figuren des Hl. Antonius von Padua und des Hl. Nepomuk zur rechten. Der geschweifte hölzerne Altaraufsatz ist mit dem Kopfmedaillon Christi versehen. An den Seitenwänden befinden sich kleine Konsolfigürchen des späten 19. Jh. aus Gips. Der Fußboden ist mit Mettlacher Plattenbelag versehen. Je drei Sitzreihen Eichengestühl sind jüngeren Datums. An den Längsseiten sind Gedenktafeln für die Opfer der beiden Weltkriege befestigt.

 

2. Denkmal: Oberaueler Mühle

Das zweigeschossige Fachwerkgebäude wurde Mitte des 19. Jh. als Mühle errichtet und nach Aufgabe der Mühlenfunktion (1930er Jahre) zum Wohnhaus umgebaut. Eine erste gesicherte urkundliche Erwähnung der Mühle erfolgt im öffentlichen Anzeiger des Rhein-Sieg-Kreises vom 3. Juni 1817.
Die Oberaueler Mühle.
Die Oberaueler Mühle.
Peter Eich beabsichtigt die Ölmühle in eine oberschlägige Mahlmühle umzuändern. Von der Mahlanlage oder ihrer ursprünglichen Lage sind im Gebäude keine eindeutigen Hinweise erkennbar.
Wasserzulauf und Teich sind nur noch in Resten erhalten.
Wasserzulauf und Teich sind nur noch in Resten erhalten.
Der Wasserzulauf und der Teich sind heute nur noch in sehr geringen Resten im Gelände erhalten. Das Gebäude ist bedeutend für die Arbeits- und Produktionsverhältnisse und erhaltenswert aus ortsgeschichtlichen und ortsbildprägenden Gründen.

 

3. Denkmal: Wegekreuz "Im Lindenhof"

Das Wegekreuz wurde 1871 errichtet. Auf einer gestuften Basis steht ein rechteckiger Steinsockel mit der Inschrift "Zum Andenken an Anton Junkersfeld aus Oberauel", der in der Schlacht bei Sapigny in Frankreich am 02.01.1871 verwundet im Lazarett starb. Der Sockel wird durch eine Platte gedeckt, auf der sich ein schlichtes Steinkreuz erhebt.
Wegekreuz "Im Lindenhof".
Wegekreuz "Im Lindenhof".
Das Kreuz nimmt am ehemaligen Wallfahrtsweg nach Bödingen die Stelle eines Vorgängerkreuzes ein, wie aus der Generalkarte der Gemeinde Lauthausen von 1827 zu entnehmen ist. Das Wegekreuz ist bedeutend als Zeugnis der Geschichte und als Teil der sakral geprägten Kulturlandschaft um Bödingen.

 


 

Die Reihe "Unsere Denkmäler im Bild"

Hier sind alle Beiträge aus der Reihe "Unsere Denkmäler im Bild" von 2012 in chronologischer Reihenfolge zusammengestellt:
  1. Ankündigung unserer Reihe: Denkmäler im Bödinger Raum
  2. Denkmäler: Die Bödinger Wallfahrtskirche
  3. Denkmäler: Sakrale Denkmäler in Driesch
  4. Denkmäler: Das Klostergut in Bödingen
  5. Denkmäler: Pumpe und Fachwerkhäuser in Auel
  6. Denkmäler: Pumpe und Votivkreuz Altenbödingen
  7. Denkmäler: Kapelle, Mühle, Wegekreuz in Oberauel
  8. Denkmäler: Fachwerkhofanlage in Niederhalberg
  9. Denkmäler: Das Marienbrünnchen bei Halberg
  10. Denkmäler: Das Holzwegekreuz in Oberhalberg
  11. Denkmäler: Die Bödinger Segensaltäre
  12. Denkmäler: Die 7 Heiligenhäuschen zwischen Lauthausen und Bödingen
  13. Denkmäler: Fachwerkhaus und Kapelle in Bödingen

 


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