Chronik - 14./25.03.2024:
Altes Schmuckstück ist wieder ganz neu

Schöne neue Bänke in der Bödinger Ortsmitte

Rechtzeitig vor Ostern (vgl. "Frohe Ostern! Und der Frühling kann losgehen ...") erstrahlten nun drei zuletzt stark verwitterte Ruhebänke in Bödingen vor dem Marienheim in neuem Glanz. Genauer gesagt, die alten, morschen Bänke wurden entfernt und durch sehr schöne neue ersetzt: ansehnlich fürs Auge und einladend für eine Pause. Hier wird berichtet, was es damit auf sich hatte.

Das Ergebnis und der Weg dahin

Um es vorweg zu nehmen: die Sitzgruppe aus drei Ruhebänken, die an der Kreuzung der Karl-Müller-Straße mit der Straße An der Klostermauer vor dem Marienheim rund um einen alten Baum gruppiert war, wurde erneuert. Das beachtliche Ergebnis sieht man auf folgendem Foto.
So schön sehen die neuen Bänke aus.
So schön sehen die neuen Bänke aus.
Unter Federführung unseres Vorstandsmitglieds Peter Simons, der sich auch um das nötige Holz und dessen Bearbeitung kümmerte, trat ein Team mit Ralf Falkenberg und Jürgen Parpart (ebenfalls Vorstandsmitglieder) in Aktion, zeitweise noch unterstützt von Elvira Falkenberg, Andreas Schmitz und Hans Ludwig Stahl, um die nicht ganz einfache Arbeit engagiert und zum Wohle unserer Heimat auszuführen.
Das ganze Projekt wurde in insgesamt mehreren Schritten geplant und erfolgreich durchgeführt:
  • Beschaffung und Vorbereitung der Sitzbalken und Standfüße sowie aller nötigen Montagematerialien wie z. B. Schrauben, Winkel, Beton, Splitt
  • Demontage der alten Sitzbalken
  • Ausgraben der einbetonierten vermoderten alten Füße
  • Anpassen der neuen Füße an die vorhandenen Löcher
  • Einsetzen und maßgenaues Fixieren der neuen Füße
  • Sorgfältige und waagerechte Montage der neuen Sitzbalken
  • Anbringen des Bänkeschildes unseres Heimatvereins

Alles begann mit der Vorbereitung

Um die nach fast 25 Jahren (vgl. "Hintergrund") unansehnlich und morsch gewordenen Ruhebänke zu erneuern, waren einige Vorüberlegungen und Vorbereitungen erforderlich. Die alten Bänke waren jeweils als Teil einer Rundbank ausgeführt. Da runde Sitzbalken für die neuen Bänke mit unverhältnismäßig hohem Aufwand und spürbaren Kosten für unseren Heimatverein zu Buche geschlagen wären, entschieden wir uns für eine zwar weniger spektakuläre, aber dennoch sehr schöne Lösung. Wir wählten eine Ausführung mit geraden, sehr stabilen, hochwertigen und langlebigen Hölzern. Die Füße wurden passend dazu aus gleichartigem Holz angefertigt.
Hier warteten schon die neuen Sitzbalken auf ihre Montage.
Hier warteten schon die neuen Sitzbalken auf ihre Montage.
Schließlich waren passende Stämme gefunden, aus denen die benötigten Balken und Füße zugeschnitten wurden. Gleichzeitig wurden die notwendigen Montagematerialien wie z. B. Schrauben, Winkel, Beton, Splitt beschafft. Das alles ging zwar nicht von heute auf morgen, aber als alles vorbereitet war, konnten Termine abgestimmt werden und der Aufbau konnte beginnen.

Abbau der alten Bänke

Am Donnerstag, dem 14. März 2024, traf sich das Arbeitsteam, ausgestattet mit dem nötigen Werkzeug, vorm Marienheim. Zuerst wurden die alten Sitzbalken abmontiert und in handliche Stücke zersägt.
Das blieb von den alten Sitzbänken.
Das blieb von den alten Sitzbänken.
Die Füße blieben zunächst stehen.
Die Füße blieben zunächst stehen.
Es stellte sich heraus, dass die Füße in Beton eingegossen waren und immer noch sehr fest saßen. Um sie so zu entfernen, dass sie komplett herausgezogen werden konnten und die Löcher dabei nicht unbrauchbar wurden, war zwar entschlossenes Vorgehen gefordert, aber auch viel Fingerspitzengefühl.
Die Füße wurden zunächst etwas frei gegraben und ...
Die Füße wurden zunächst etwas frei gegraben und ...
Die Füße wurden zunächst etwas frei gegraben und ...
... dann mit Hammerschlägen vorsichtig gelockert.
... dann mit Hammerschlägen vorsichtig gelockert.
Der erste Fuß war herausgezogen.
Der erste Fuß war herausgezogen.
Das Ganze war sehr mühsam und dabei auch spannend anzusehen, was manche der Vorbeikommenden zum Innehalten und Zuschauen veranlasste.
Unsere spannende Arbeit lockte auch Zuschauer an.
Unsere spannende Arbeit lockte auch Zuschauer an.
Manchmal musste beim Herausziehen noch nachgeholfen werden.
Manchmal musste beim Herausziehen noch nachgeholfen werden.
Schließlich waren alle Füße gelockert, wurden aber in den Erdlöchern belassen bzw. in diese zurückgesteckt, um keine gefährlichen Stolperfallen zu hinterlassen. Denn jetzt war eine Unterbrechung erforderlich, während der die neuen Füße auf Basis der Maße der alten noch zugeschnitten und vorbehandelt werden mussten.
Zum Abschluss: ein zufriedener Blick auf das Ergebnis dieser Aktion.
Zum Abschluss: ein zufriedener Blick auf das Ergebnis dieser Aktion.

Montage der neuen Bänke

Weiter ging es am Montag, dem 25. März 2024. Das Arbeitsteam rückte vormittags mit den schweren Holzteilen, viel Werkzeug und dem nötigen Montagematerial an. Diesmal wurde ein Trecker mit Anhänger gebraucht, um alles Nötige bis vor das Marienheim zu transportieren.
Von Weitem sah es schon wieder sehr nach viel Arbeit aus.
Von Weitem sah es schon wieder sehr nach viel Arbeit aus.
Als erstes wurden die neuen Füße auf Passgenauigkeit getestet. In den Löchern war noch der Beton verblieben, mit dem die alten Füße einmal stabilisiert worden waren. Dieser wäre vermutlich nur durch Sprengung zu entfernen gewesen, weshalb wir beschlossen, ihn an Ort und Stelle zu lassen. Um die neuen Füße in die Löcher einlassen zu können, mussten sie noch einmal aufwändig bearbeitet werden (sowohl die Füße als auch die Löcher).
Anpassen und Maßnehmen mit den neuen Füßen.
Anpassen und Maßnehmen mit den neuen Füßen.
Anpassen und Maßnehmen mit den neuen Füßen.
Alles lag zur Montage bereit.
Alles lag zur Montage bereit.
Eine Herausforderung bestand darin, die Löcher von überflüssiger Erde und lästigem Wurzelwerk zu befreien. Da die Löcher ziemlich tief waren, war auch diese Arbeit relativ mühsam.
Das Vorbereiten der Löcher war mühsam.
Das Vorbereiten der Löcher war mühsam.
Überflüssige Erde musste gründlich entfernt werden.
Überflüssige Erde musste gründlich entfernt werden.
Gut gelaunt und entschlossen - die richtige Einstellung.
Gut gelaunt und entschlossen - die richtige Einstellung.
Die Füße mussten noch ein wenig "angespitzt" werden.
Die Füße mussten noch ein wenig "angespitzt" werden.
Die Füße mussten noch ein wenig "angespitzt" werden.
Nachdem die neuen Füße noch ein wenig "angespitzt" worden waren, wurden sie in die Löcher eingepasst. Zur Justierung der richtigen Höhe und als Drainage wurde vorher Splitt in die Löcher gefüllt.
Splitt diente als Grundlage für die neuen Füße.
Splitt diente als Grundlage für die neuen Füße.
Alles musste richtig passen und sollte waagerecht sitzen.
Alles musste richtig passen und sollte waagerecht sitzen.
Auch senkrecht sollten die Füße natürlich stehen.
Auch senkrecht sollten die Füße natürlich stehen.
Schließlich konnten die schweren Sitzbalken auf die Füße gehievt werden.
Schließlich konnten die schweren Sitzbalken auf die Füße gehievt werden.
Die neuen schweren Sitzbalken wurden vorsichtig auf die neuen Füße gehievt und ihre korrekte Lage nochmals kontrolliert. Dann war zunächst noch eine große Zahl von Löchern zu bohren, in die entsprechend viele Schrauben zur Befestigung geschraubt wurden.
Schrauben, Winkel, Beton ... es war noch viel zu tun.
Schrauben, Winkel, Beton ... es war noch viel zu tun.
Die Sitzbalken wurden auf den Füßen festgeschraubt.
Die Sitzbalken wurden auf den Füßen festgeschraubt.
Die Sitzbalken wurden auf den Füßen festgeschraubt.
Zu guter Letzt wurden die Füße mit Beton fixiert.
Zu guter Letzt wurden die Füße mit Beton fixiert.
Zu guter Letzt wurden die Füße mit Beton fixiert.
Die Füße wurden mit schnell bindendem Beton fixiert, der in die Zwischenräume um die Füße herum gegossen wurde. Zum Schluss wurde noch etwas Splitt aufgefüllt, um alles wirklich perfekt aussehen zu lassen.
Schließlich war alles fertig und das Werkzeug fast weggeräumt.
Schließlich war alles fertig und das Werkzeug fast weggeräumt.
Vorerst letzter Akt dieser Aktion war das Aufräumen, denn einerseits sollten natürlich alle übrige gebliebenen Materialien, das gesamte Werkzeug und auch eventuell noch verbliebener Verpackungsmüll vollständig wieder mitgenommen werden, andererseits sollte nach der vielen Arbeit die neue, schöne Optik dieser Bänkegruppe möglichst unbeeinträchtigt zu Tage treten.
Sieht die neue Sitzgruppe nicht einladend aus?
Sieht die neue Sitzgruppe nicht einladend aus?
Am Ende hatte sich die viele Arbeit gelohnt, denn alles war stabil und sah sehr schön aus. Ein voller Erfolg, das Osterfest konnte kommen.

Besten Dank für diese engagierte fachkundige Arbeit!

 


 

Zum Hintergrund: Die drei Ruhebänke

Im Rahmen der zu Beginn der 1990er Jahre in Angriff genommen Dorferneuerung wurde in Bödingen an der Karl-Müller-Straße neben dem Marienheim nicht nur der Bauerngarten angelegt, sondern es wurden seitens der Stadt Hennef auch weitere Maßnahmen durchgeführt. Dazu gehörte das Aufstellen von drei schönen Ruhebänken als gemütliches Erholungsensemble rund um einen alten Baum an der Kreuzung der Karl-Müller-Straße mit der Straße An der Klostermauer.
Die alten Bänke waren unansehnlich und morsch.
Die alten Bänke waren unansehnlich und morsch.
Leider waren die Ruhebänke nach inzwischen fast 25 Jahren sehr stark verwittert, um nicht zu sagen völlig morsch, und zeigten Auflösungserscheinungen. Das betraf die Sitzbalken genauso wie die Füße der Bänke und war nicht nur hässlich anzusehen, sondern barg zunehmend auch Verletzungsgefahren.
Darauf wollte wirklich niemand mehr sitzen.
Darauf wollte wirklich niemand mehr sitzen.
Mehrere Anfragen an die Stadt Hennef seitens des Heimatvereins setzten bei den Zuständigen der Stadt einen Nachdenkprozess in Gang, an dessen Ende die Entscheidung stand, die Bänke (und damit letztlich deren Erneuerung) großzügig in die Hände unseres Heimatvereins zu geben. Daher gingen wir nun zu Werke. Nach intensiven Planungen und Vorbereitungen folgte endlich am 14. und 25. März 2024 die erfolgreiche Montage.

 


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