Chronik – 01.07.2025:
Arbeitseinsatz im Bauerngarten

Es war die reinste Sisyphus-Arbeit

Sisyphus, dessen Name ebenso oft wie unzutreffend auch gerne als "Süsifuss" ausgesprochen wird, ist ein bekannter Vertreter der griechischen Mythologie, vor allem als Namensgeber der sog. "Sisyphusarbeit". Er soll nämlich seinerzeit als Bestrafung dazu verdonnert worden sein, einen schweren Felsblock einen Berg hinaufzuwälzen, der jedoch kurz vor Erreichen des Gipfels jedes Mal wieder ins Tal rollte – eine Aufgabe für die Ewigkeit.
Er muss daher oft als Beispiel herhalten, wenn es darum geht, Tätigkeiten oder Vorgänge zu beschreiben, die zwar mit viel Mühe verbunden sind, die aber trotz aller Anstrengungen nicht dauerhaft zum gewünschten Erfolg führen.
Was hat nun dieser Sisyphus mit unserem Bauerngarten neben dem Bödinger Marienheim zu tun? Das ist vermutlich gar nicht so schwer zu erraten. In letzter Zeit erinnert die Arbeit im Bauerngarten nämlich an eben jene Sisyphusarbeit. Immer wenn der "Felsblock" Gartenarbeit fast am Gipfel angekommen war, kam eine Dürrephase, ein Zünslerbefall oder ein ähnlich ärgerliches Ereignis und ließ den Felsblock quasi wieder nach unten rollen.

"Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen. Wir müssen uns Sisyphus als einen glücklichen Menschen vorstellen."
      -- Albert Camus (1913-1960)

Zwar würden nicht alle, die in der Vergangenheit schon bei der Bauerngartenpflege mitgemacht haben, die Aussage in obigem Zitat ohne weiteres unterschreiben. Aber dennoch lassen wir uns nicht unterkriegen und gehen – ganz wie Sisyphus – immer wieder motiviert im Bauerngarten ans Werk.

Sisyphusarbeit im Bauerngarten

am Dienstag, dem 1. Juli 2025

Das am kommenden Wochenende bevorstehende Schützenfest in Bödingen (s. "Kirmes und Schützenfest – auch wir sind eingeladen") bot – wie so oft – den passenden Anlass, um den Bauerngarten zu bearbeiten.
Bereits um 8:30 Uhr traf sich ein kleiner Arbeitstrupp am Bödinger Marienheim, um zur guten Tat zu schreiten, obwohl trotz der frühen Stunde das Thermometer schon in Richtung 30 °C und darüber hinaus unterwegs war. Unsere Geschäftsführerin Doris Walterscheid trat mit den beiden Vorstandsmitgliedern Jürgen Parpart und Peter Simons in Aktion.
Die schön blühenden Blumen kamen wieder zur Geltung.
Die schön blühenden Blumen kamen wieder zur Geltung.
Es ging darum, nötige Pflegearbeiten durchzuführen. Einige vertrocknete Blüten, Halme und Blätter wurden eingesammelt sowie das hier und da wuchernde Unkraut entfernt. Es waren ein paar Sträucher und Stauden sowie vor allem die umgebende Hecke zu schneiden, was Peter gewohnt souverän erledigte. Gleichzeitig wurde der Grünschnitt eingesammelt.
Auch dieses Beet konnte sich wieder sehen lassen.
Auch dieses Beet konnte sich wieder sehen lassen.
Die Buchsbaumhecken um die Beete waren nach mehreren sehr warmen Sommern und immer wiederkehrendem Zünslerbefall stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Wir versuchen schon seit längerem, sie wieder nachwachsen zu lassen, auch durch teilweises Nachpflanzen von Buchsbaum, aber der Erfolg wollte sich noch nicht so recht einstellen. Wir werden – ganz in der Tradition des Sisyphus – weiter an dieser Aufgabe arbeiten.
Am Ende sah der Garten doch sehr adrett aus.
Am Ende sah der Garten doch sehr adrett aus.
Beim Säubern der Wege half ein Laubbläser, mit dem Jürgen zusätzlich noch den gepflasterten Weg vor dem Marienheim für das nahende Schützenfest freiblies. Auch das entpuppte sich leider – zumindest teilweise – als Sisyphusarbeit.
Aller Grünschnitt wurde in Säcke gefüllt und später regulär entsorgt. Die Wärme sorgte zwischendurch für mehrere Trinkpausen, in denen heute ausnahmsweise nur Wasser getrunken wurde.
Letztlich boten die gepflegten Beete am Ende ein nett anzuschauendes Ensemble, dass dann hoffentlich auch beim Schützenfest das Auge des einen oder anderen Betrachters erfreut.
Allen bei dieser "heißen" Aktion Beteiligten ...

... vielen Dank!

 


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