Defibrillator- und Notfallinfos

Informationen zum Defibrillator und für Notfälle Zur Verbesserung der Notfallvorsorge für die Dörfergemeinschaft im Bödinger Raum haben wir im Jahr 2026 einen mit großzügigen Spenden finanzierten Defibrillator beschafft. Mit dessen Hilfe ist es möglich, speziell Personen, die bewusstlos sind und einen Herzstillstand erlitten haben, schnell helfen zu können, schon bevor der Rettungsdienst oder Notarzt eintrifft.

Der Defibrillator wurde in Bödingen am Marienheim installiert, wo er leicht zugänglich ist.

Informationen zur Anwendung des Defibrillators

Wann bzw. wozu ein Defibrillator gebraucht wird, wie man ihn einsetzt, wann er nicht eingesetzt werden darf und was ansonsten allgemein zu beachten ist, wird im Folgenden kurz erläutert.
Der fertig installierte Defibrillator AED3 mit Hinweissymbol.
Der fertig installierte Defibrillator AED3 mit Hinweissymbol.

Wann wird der Defibrillator gebraucht?

Der Defibrillator hilft in einem Notfall und kann eingesetzt werden, wenn eine bewusstlose Person aufgefunden wird, bei der Verdacht auf Herzstillstand besteht. In diesem Fall kann durch Einsatz des Defibrillators ZOLL AED 3 möglicherweise lebensrettend geholfen werden.

Voraussetzung ist das Fehlen von Lebensfunktionen bei der hilfsbedürftigen Person ("Patient"), wenn ALLE der folgenden Symptome vorliegen:

  • Bewusstlosigkeit,
  • keine bzw. keine normale Atmung und
  • kein Puls oder keine anderen Lebenszeichen wahrnehmbar.
Den Defibrillator dann nach folgender Anleitung anwenden und erst unmittelbar beim Patienten einschalten. Anschließend den Anweisungen des Gerätes folgen. Man kann nichts falsch machen!

Wie geht man am besten vor?

Bei Vorliegen der obigen Voraussetzungen sollten zügig, aber ohne Hektik und ggf. unter Anwendung des noch vorhandenen Wissens aus dem letzten Erste-Hilfe-Kurs folgende Schritte durchgeführt werden:
  1. Einen Notruf absetzen (--> 112 ).
  2. Den Defibrillator holen. Jede Sekunde zählt!
Wo findet man den Defibrillator? Der Pfeil zeigt in Richtung Marienheim.
Wo findet man den Defibrillator? Der Pfeil zeigt in Richtung Marienheim.

Was ist zu tun? Wie wird der Defibrillator genutzt?

Beim Absetzen des Notrufs erhält man weitere Hinweise auf das weitere Vorgehen und eventuell durchführbare Sofortmaßnahmen, etwa zur unverzüglichen Herzdruckmassage oder zu anderen Herz-Lungen-Wiederbelebungsmaßnahmen (HLW) durch eine weitere Person.

Den Defibrillator nutzt man wie folgt:

  • Der Defibrillator befindet sich in einem Wetterschutzgehäuse, das an der Außenwand rechts neben dem Eingang zum Marienheim in Bödingen montiert ist.
  • Um den Defibrillator einzusetzen, muss aus der Halterung entnommen werden:
    1. Die Verriegelung unten am Gehäuse (unten an der Plexiglashaube) durch Drücken lösen.
    2. Dann Plexiglashaube in Pfeilrichtung (nach links, gegen den Uhrzeigersinn) drehen, um sie zu abnehmen zu können.
    3. Das dann ertönende Alarmsignal soll bewusst Aufmerksamkeit dafür erzeugen, dass ein Notfall vorliegt, hat aber keine weitere Bedeutung.
  • Wenn der Defibrillator beim Patienten angekommen ist, muss er durch einmaliges Drücken der EIN-/AUS-Taste eingeschaltet werden. Anschließend folgt man den Audioaufforderungen des Geräts.

Das folgende Bild gibt einen Überblick über die Bedienungselemente des Defibrillators:

Die Bedienungselemente des AED.
Die Bedienungselemente des AED.

Wie werden die Elektroden angebracht?

Die Defibrillationselektroden befinden sich verpackt in einen Fach auf der Rückseite des Geräts. Nach Aufforderung entnimmt man die Elektrodenpackung aus diesem Fach und öffnet sie vorsichtig.

Grafiken auf dem Bildschirm des Geräts und ergänzende akustische Hinweise helfen bei der korrekten Platzierung der durch unterschiedliche Farben gekennzeichneten Elektroden. Der Stecker zum Anschluss der Elektroden muss in die entsprechende Anschlussbuchse (s. obiges Bild) eingesteckt bleiben bzw. werden.

Kleidung im Brustbereich des Patienten muss vor dem Aufkleben der Elektroden entfernt werden. Bei Bedarf kann die Schere an der Defibrillationselektrodenpackung benutzt werden, um störende Kleidung zu zerschneiden.

Die Brust des Patienten muss sauber und trocken sein. Übermäßige Behaarung muss mit der Schere gekürzt oder entfernt werden.

Klebefolien nach Anweisung von den Sensoren abziehen und an den richtigen Stellen – möglichst ohne Luftblasen – anbringen.

Der Defibrillator analysiert, ob und wann die Voraussetzungen für einen Schock erfüllt sind. Nach Aufforderung des Geräts muss ein Schock an den Patienten abgegeben werden, (--> Schocktaste). Den Patienten während der Schockabgabe nicht berühren!

Anschließend Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen, z. B. Herzdruckmassage.

Evtl. Schockabgabe und Wiederbelebung nach kurzer Zeit wiederholen.

Wann darf der Defibrillator nicht eingesetzt werden?

Es gibt Kontraindikationen für die Verwendung des Defibrillators. Der ZOLL AED 3 darf niemals zur Defibrillation eingesetzt werden, wenn der Patient
  • bei Bewusstsein ist,
  • atmet oder
  • einen messbaren Pulsschlag hat oder andere Lebenszeichen aufweist.
In diesem Fall stattdessen beim Notruf nach sinnvollen Maßnahmen fragen.

Wie arbeitet der Defibrillator?

Der Defibrillator ZOLL AED 3 dient zur Behandlung eines plötzlichen Herzstillstands bei Erwachsenen und Kindern. Mit Hilfe der korrekt angebrachten Defibrillationselektroden überwacht und analysiert das Gerät automatisch den EKG-Rhythmus des Patienten, um festzustellen, ob ein Elektroschock abgegeben werden sollte.

Wenn das Gerät einen schockbaren Rhythmus (unregelmäßiges Kammerflimmern oder Kammertachykardie mit breitem Komplex) erkennt, informiert es den Helfer, dass ein Schock empfohlen wird, und gibt dann entweder Anweisungen zum Drücken der blinkenden Schocktaste (halbautomatisches Modell) aus, oder er gibt den Schock automatisch nach einem 3-Sekunden-Countdown (vollautomatisches Modell) ab. Der AED fordert dann den Helfer auf, die Wiederbelebung (HLW) für eine vorkonfigurierte Zeitspanne durchzuführen.

Wo gibt es weitere Informationen?

Wer sich schon im Vorfeld mit dem Gerät vertraut machen will, findet unter dem im Folgenden angegebenen Link die Gebrauchsanweisung des Modells ZOLL AED 3 zum Einlesen:

Wie ist die Chronologie des Defibrillator-Projekts?

Hier können die einzelnen Phasen des Defibrillator-Projekts nachgelesen werden:
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Weitere Notfallinformationen

Als Ergänzung sind hier noch einige zusätzliche Hinweise und weitere Notfallinformationen zusammengestellt.

Polizei / Feuerwehr / Rettungsdienste / Ordnungsdienst

In den Ortschaften des Bödinger Raums gibt es zwar keine Polizei- oder Feuerwehrwache, aber in Hennef sind diese Institutionen natürlich präsent. Folgende Angaben bzw. Maßnahmen sind bei einem Notruf hilfreich (falls bekannt):
  • Wer ruft an?
  • Was ist passiert?
  • Wo ist es passiert?
  • Wie viele Verletzte?
  • Warten auf Rückfragen!

Ärzte / Zahnärzte / Apotheken

In Sachen Gesundheit ist Hennef zum Glück gut aufgestellt, wenn auch hier für den Bödinger Raum gilt: Fehlanzeige. Im Zentrum von Hennef, in Hennef-Uckerath und weiteren Nachbarorten gibt es Ärzte, Zahnärzte und Apotheken in Reichweite. Auch Sanitätshäuser, Physiotherapeuten und weitere wichtige Anbieter sind hier vorhanden.

Weitere Informationen, wie z. B. Unterstützung bei der Suche nach Ärzten und Zahnärzten, findet man u. a. hier:

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Wir freuen uns über Hinweise

Vermissen Sie eine wichtige Information? Haben Sie einen Fehler entdeckt? Oder haben Sie Anregungen, Hinweise oder Fragen zum Inhalt dieser Seite oder zum Internet-Angebot des Heimatvereins Bödingen insgesamt? Dann freuen wir uns über Ihre Mitteilung an Prof. Dr. Hans Ludwig Stahl, Webmaster:
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Defibrillator und der Heimatverein

Silhouette von Bödingen – Symbol des Heimatvereins Bödingen Der Heimatverein Bödingen hat sich in seiner Satzung u. a. dazu verpflichtet, das Wohl und Gedeihen des Bödinger Raums in jeder Hinsicht zu fördern. Das bedeutet zwar nicht, dass wir die eigentlich originären Aufgaben der Stadt oder allgemein des Staates übernehmen wollen (und können), aber natürlich können wir hier unterstützen. Das tun wir bereits in verschiedenster Weise, etwa durch die Pflege von Spiel- und Bolzplätzen. Neuerdings leisten wir auch einen Beitrag zur Notfallversorgung für die Bürger und Besucher unserer Dörfergemeinschaft. Die durch Spenden finanzierte Anschaffung eines Defibrillators soll diese Notfallversorgung verbessern helfen. Der Defibrillator wurde 2026 zentral zugänglich am Marienheim in Bödingen installiert. Um seine ordnungsgemäße Wartung kümmern wir uns seitdem ebenfalls, natürlich in der Hoffnung, dass dieses möglicherweise lebensrettende Gerät niemals eingesetzt werden muss.
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Beiträge in der Chronik zu Defibrillator- und Notfallinfos

In folgenden neueren Beiträgen und Berichten innerhalb der "Chronik" wird auf Defibrillator- und Notfallinfos für den Bödinger Raum Bezug genommen: Für weitere Berichte, z. B. aus der Kategorie "Aktion", siehe: "Aktiv". Für sämtliche Beiträge seit 2008 siehe: "Archiv".
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